Ich hatte gerade gefragt, was Blogs dem forschenden Naturwissenschaftler bieten. Marc macht sich an die Antworten: Blogs helfen beim Informationsmanagement und erzeugen Sichtbarkeit bei potentiellen Kollegen und Projektpartnern.
Damit die Botschaft auch wirklich ankommt, bringt Marc einige wissenschaftliche Blogpioniere ins Spiel, wie den Klimaforscher Stefan Rahmstorf, der mit seiner Klimawette einen Diskurs im Medium Blog angestoßen hat, und über RealClimate nachdrücklich demonstriert, wie ein Wissenschaftler Blogs nutzen kann.
Für die Gesellschaft bedeuten Wissenschaftsblogs, dass die Kommunikationsasymmetrie zwischen Laien und Experten aufgelöst wird - eine Asymmetrie, von der Wissenschaftsjournalisten, nebenbei gesagt, bisher profitiert haben. Wenn, wie Marc gerade postuliert, die kommunikative Einbahnstraße durch einen partnerschaftlichen Dialog des Wissenschaftlers mit der Öffentlichkeit ersetzt wird, muss der Journalist seine Rolle überdenken.
Ich bin da allerdings optimistisch: Wenn die Kommunikation jetzt in zwei Richtungen statt in nur eine funktioniert, verdoppelt sich doch der Bedarf an Vermittlung und Interpretation. Oder?
Interessanter Gedanke - so habe ich bislang gar nicht betrachtet:
Aber, klar. Genau diese Asymmetrie, diese Lücke schließt der Journalismus. Das wird er freilich auch künftig tun müssen, aber es gibt eben auch die Abkürzung bzw. die Möglichkeit diese Kluft zu überspringen: in Blogs. Und daß ich das Verhältnis zwischen Wissenschaftsbloggern und Wiss-Journalisten als Ergänzungs- und nicht als Konkurrenzverhältnis sehe, habe ich ja gesagt.